• 6. Sondernewsletter Corona vom 06.05.2020, Thema: Förderungen & Aufruf

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit der Öffnung einiger Kulturanbieter, wie Museen und Gedenkstätten, in dieser Woche gehen wir einen kleinen  Schritt in Richtung Normalität. Darüber hinaus haben den Kulturraum einige Neuigkeiten erreicht, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten:

    1. Sofortprogramm NEUSTART für kleine und mittlere Museen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

    Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat das Programm „Neustart“ aufgelegt. Das Programm soll insbesondere kleinen und mittleren Kultureinrichtungen eine rasche Wiedereröffnung ermöglichen. Für 2020 stehen 10 Millionen Euro bereit. Gefördert werden Investitionen (Umbau- und Ausstattungsmaßnahmen) zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung der Covid-19-Pandemie und Schaffung der Voraussetzung für den betrieb nach den behördlichen pandemiebedingten Schließungen zwischen 10.000,00 und 50.000,00 EURO.

    Antragsberechtigung sind Museen, Ausstellungshallten und Gedenkstätten sowie Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen, soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser.

    Anträge können ab dem 06. Mai, 10 Uhr online über die Website des Bundesverbandes Soziokultur gestellt werden.

    Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.soziokultur.de/pressemitteilung-zum-investitionsprogramm-neustart-sofortprogramm-fuer-corona-bedingte-investitionen-in-kultureinrichtungen/

    2. Hilfsprogramm für freie Orchester (BKM)

    Das „Hilfsprogramm für freie Orchester“ passt im Haushaltsjahr 2020 das bestehende Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ an die pandemiebedingten Besonderheiten an. Es ermöglicht konzeptionelle Arbeiten oder alternative Vermittlungsformen von Orchestern und Ensembles.

    Hinweise zum Programm sind zu finden unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/aktuelles/hilfe-fuer-freie-orchester-1747976  

    Das Antragsformular bzw. ein Musterantrag zu den beiden Programmen sowie die jeweiligen Fördergrundsätze und FAQs finden Sie über die oben angegebenen Links.

    3. Weitere Hilfen für die Kultur

    Der Deutsche Kulturrat hat eine Resolution für weitere Hilfen für die Kultur verabschiedet. Wie Sie wahrscheinlich bereits selber feststellen konnten, sind die Hilfen für öffentlich und öffentlich-geförderte Einrichtungen und Kulturvereine derzeit kaum bis gar nicht vorhanden. Der Deutsche Kulturrat stellt in seiner Resolution fest, dass die bisherigen Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur nicht ausreichen und fordert ein Konjunkturprogramm. Dieses soll die bisherigen Maßnahmen ergänzen und durch bereits bestehende Struktur ausgereicht werden. (Hier finden Sie die Resolution des Deutschen Kulturrates: https://www.kulturrat.de/positionen/konjunkturprogramm-fuer-die-kultur-resolution-des-deutschen-kulturrates/)

    Der Kulturraum schließt sich der Resolution ausdrücklich an. Auch durch uns wurde festgestellt, dass die Hilfsprogramme bundes- und landesseitig nicht auf die Bedürfnisse unserer kulturellen Einrichtungen und Projekte ausgerichtet sind. Durch die Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Frau Klepsch, wurde uns mitgeteilt, dass in dem sogenannten Kommunalpaket, welches die Kommunen erhalten, auch Gelder für die Kultur enthalten sind. Leider konnte uns dies aktuell von kommunaler Seite nicht bestätigt werden.

    Aktuell gibt es Bestrebungen seitens der Geschäftsstelle, einen Appell an die Landesregierung zu richten, so schnell wie möglich einen Rettungsschirm für die Kultureinrichtungen in Sachsen zu installieren. Unsere einzigartige und vielfältige Kulturlandschaft wird aktuell mehr denn je in unserer Gesellschaft gebraucht. Wenn jetzt nicht ein starkes Zeichen seitens der sächsischen Regierung für die Kultur in Sachsen gesetzt wird, stehen alle Bemühungen der vergangenen Jahre in Frage. Über den weiteren Fortgang halten wir Sie auf dem Laufenden.

    Aber auch Sie bitten wir um Mithilfe: Gehen Sie auf Ihre Kommunalvertreter zu. Fragen Sie nach Hilfe. Schildern Sie Ihre Lage – und bitte werden Sie auch aktiv, wenn bei Ihnen derzeit die Lage nicht akut ist. Seien Sie solidarisch, denn es gibt Kulturanbieter, bei denen die Lage brenzlig ist.

    Vielen Dank.

    Bei Fragen stehen wir Ihnen unter den bekannten Telefonnummern und unter kulturraum@kreis-meissen.de gern zur Verfügung.

    Herzliche Grüße

    Ihr Team der Geschäftsstelle des Kulturraumes

  • 5. Sondernewsletter Corona vom 24.04.2020, Thema: Förderprogramme

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    da sich aktuell die Informationen über mögliche Förderungen zur Abschwächung der wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie von allen Seiten überschlagen, möchten wir Ihnen mit diesem Sondersnewsletter eine Übersicht der aktuell bekannten Fördermaßnahmen geben.

    Zur besseren Übersicht haben wir die Förderprogramme und Ankündigungen den jeweiligen Kultursparten sowie unter Sonstiges zugeordnet. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Förderprogramme auch Einrichtungen und Kulturschaffenden der anderen Sparten offen stehen und somit für diese von Interesse sind. Wir haben uns bemüht, die Angaben so übersichtlich und kurz wie möglich zu halten und Ihnen die Links zu den Fördermittelgebern zur Verfügung zu stellen.

    Diese Informationen basieren auf der am Herausgabetag vorliegenden Informationslage:

    Sparte Museen, Sammlungen, Ausstellungen

    FÖRDERPROGRAMM Heimatmuseen

    Der Deutsche Verband für Archäologie e.V. fördert regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten im ländlichen Raum mit bis zu 20.000 Einwohnern in ihrem Betrieb und ihrer Weiterentwicklung. Das Budget beträgt 1,5 Millionen EUR.
    Weitere Informationen: https://www.dvarch.de/themen/soforthilfeprogramm/

    Sparte Theater, darstellende Kunst, Literatur & Sparte Bildende Kunst (inkl. Solo-Selbstständige im Kultur- und Kunstbereich)

    Soforthilfe-Zuschuss Bund:

    Mit dem Soforthilfe-Zuschuss unterstützt der Bund kleine Unternehmen einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe, die aufgrund von Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Pandemie 2020 in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten sind.
    Der Soforthilfe-Zuschuss ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) und beträgt, in Abhängigkeit des erklärten Liquiditätsengpasses:
    bei bis zu 5,0 Beschäftigten: bis zu 9.000 Euro für 3 Monate;
    bei bis zu 10,0 Beschäftigten: bis zu 15.000 Euro für 3 Monate.
    Die Soforthilfe wird als einmaliger Zuschuss gewährt. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB).
    Weitere Informationen: https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/soforthilfe-zuschuss-bund.jsp#program_intro

    Soforthilfe-Darlehen „Sachsen hilft sofort“

    Mit dem Soforthilfe-Darlehen unterstützt der Freistaat Sachsen Einzelunternehmer (Solo-Selbstständige), Kleinstunternehmer und Freiberufler in Sachsen im Hauptgewerbe, mit einem Jahresumsatz bis zu einer Million Euro.
    Für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 bis zu 1 Mio. EUR ist die Darlehenshöhe auf 50.000 EUR begrenzt.
    Für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 über 1 Mio. EUR ist die Darlehenshöhe auf 100.000 EUR begrenzt.
    Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB).
    Weitere Informationen: https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp

    Sozialschutz für Solo-Selbständige

    Die Zugangsvoraussetzungen für den Zugang zur Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) werden für die nächsten Monate deutlich erleichtert. Das vorhandene Vermögen muss, solange es nicht erheblich ist, nicht angetastet werden, die komplexe Vermögensprüfung entfällt. Der Verbleib in der Wohnung wird gesichert und der Kinderzuschlag für Familien, die neu in den Einkommensbereich der Leistung kommen, wird zeitlich befristet umgestaltet. Die Leistungen werden von den zuständigen Stellen schnell und unbürokratisch gewährt.
    Weitere Informationen: https://con.arbeitsagentur.de/prod/cmsportal/marketing/corona-grundsicherung/

    Stipendienprogramm „Denkzeit“

    Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert sächsische, freiberuflich tätige KünstlerInnen mit Stipendien i. H. v. je 2.000,00 EUR.
    Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ansätze und Formate.
    Weitere Informationen: http://www.kdfs.de/foerderung/programme/denkzeit/

    Sparte Orchester, Musik inkl. Blasmusikförderung

    FÖRDERPROGRAMM: Initiative Musik

    Die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH ist die zentrale Fördereinrichtung der Musikwirtschaft und Bundesregierung für Rock-, Pop- und Jazzmusik in Deutschland. Geldgeber / Fördergeber sind u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Auswärtige Amt.
    Gefördert werden sollen in Deutschland lebende professionelle MusikerInnen in finanzieller Notlage – aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz, Hip-Hop, Metal, experimentelle und elektronische Musik. In der ersten Phase des Hilfsprogramms geht es um die fehlenden Einnahmen aus Auftritten in der Zeit vom 13.03. bis Ende Mai 2020. Die MusikerInnen müssen für diesen Zeitraum mindestens 5 ausgefallene Shows nachweisen. Die Höhe des Zuschusses aus dem Hilfsprogramm soll 1.000 € pro MusikerIn betragen. Onlineanträge sind auf der Website der Initiative Musik voraussichtlich ab Ende April 2020 möglich. Die ersten Zuschüsse werden voraussichtlich ab Anfang Mai 2020 überwiesen.
    Weitere Informationen: https://www.initiative-musik.de/foerderprogramme/hilfsprogramm/

    Sparte Musikschulen

    Im vergangenen Newsletter informierten wir bereits darüber, dass es  seitens des Freistaates Sachsen Finanzhilfen für nicht-kommunale Musikschulen sowie freie und private Anbieter von Musikunterricht (Förderung von Ausfallhonoraren und Betriebsmittel) geben soll. Nähere Informationen sind uns aktuell nicht bekannt – sobald Details veröffentlicht werden, übermitteln wir diese umgehend.

    Sparte Bibliotheken

    FÖRDERPROGRAMM „Vor Ort für Alle“

    Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. fördert „zeitgemäße Bibliotheken im ländlichen Raum. Das Gesamtbudget beträgt 1,5 Millionen. Es werden sowohl hauptamtliche, nebenamtliche als auch ehrenamtliche Bibliotheken mit einer wöchentlichen Mindestöffnungszeit von 6 Stunden in Kommunen bis 20.000 Einwohnern sowie Fahrbibliotheken in Kommunen mit einer höheren Einwohnerzahl gefördert. Gefördert werden Maßnahmen, die die Infrastruktur und die Ausstattung der Bibliothek für ein zeitgemäßes Angebot und multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten verbessern, z.B. Technik, digitale Angebote, Schaffung der Barrierefreiheit oder Erweiterung der Nutzflächen.
    Weitere Informationen: https://www.bibliotheksverband.de/dbv/projekte/vor-ort-fuer-alle.html

    Sparte Kultur- und Kommunikationshäuser

    FÖRDERPROGRAMM „Land intakt“

    Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. fördert soziokulturelle Zentren, Kulturhäuser sowie Kultur- und Bürgerzentren in Landgemeinden und Kleinstädten bis 20.000 Einwohnern. Diese Einrichtungen können Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen.
    Die Höhe der Zuwendung beträgt maximal 75% der zuwendungsfähigen Kosten der Maßnahme, maximal jedoch 25.000,00 EUR pro Kulturzentrum.
    Weitere Informationen: https://www.landintakt.de/land-intakt/

    Sparte Soziokultur

    FÖRDERPROGRAMM „Land intakt“ – Infos unter Sparte Kultur- und Kommunikationshäuser

    FÖRDERPROGRAMM: Fond Soziokultur

    Das Förderprogramm „Inter-Aktion“ mit einem Gesamtvolumen von 250.000,00 EUR zielt auf die Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen in freier Trägerschaft ab. Ziel ist es, besondere Formate in der der kontaktfreien Zeit zu entwickeln, die auch über diese Zeit hinaus anwendbar sind. Jede Einrichtung kann bis zu 5.000,00 EUR beantragen. ANTRAGSFRIST: 02.05.2020
    weitere Informationen: https://www.fonds-soziokultur.de/aktuelles/sonderfoerderprogramm.html

    FÖRDERPREIS Kunst und Demografie 2020 – „KunstZeitAlter“ – Thema: Zusammenhalt

    Der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und die Johanna und Frist Buch Gedächtnisstiftung sowie das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus schreibt den Sächsischen Förderpreis für Kunst und Demografie „KunstZeitAlter“ aus. Das diesjährige Thema ist ZUSAMMENHALT. Eingereicht werden können Projektkonzepte zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Sachsen. Der Preis ist mit 10.000,00 EUR dotiert. Einsendeschluss ist der 31.05.2020
    Weitere Informationen: https://soziokultur-sachsen.de/demografie-preis

    Sonstiges:

    FÖRDERPROGRAMM für Initiativen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet

    Die Sonderförderung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds fördert Initiativen, die im deutsch-tschechischen Grenzgebiet medizinische oder sozial-kulturelle Dienste für besonders von der Corona-Pandemie bedrohte Personen leisten. Das Gesamtbudget beträgt 150.000,00 EUR. Gefördert werden Aktivitäten von Vereinen, gemeinnützigen Organisationen oder Initiativen. Es werden auch Akteure gefördert, die ausschließlich in Deutschland oder Tschechien tätig sind.
    Weitere Informationen: http://www.fondbudoucnosti.cz/de/

    FÖRDERPROGRAMM „land.schafft“

    Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) fördert Projekte von Freiwilligen im Rahmen ihres Freiwilligendienstes in der Einsatzstelle, z.B. Online-Veranstaltungen, digitale Angebote wie Apps oder Podcasts, Online-Workshops, -kurse oder  -qualifizierungen, Publicity für Einsatzstelle und Region.
    Die Förderung kann bis zu 5.000,00 EUR betragen.
    Weitere Informationen: https://www.bkj.de/engagement/freiwilligendienste-kultur-und-bildung/projektfoerderung-landschafft/

    Bei Fragen stehen wir Ihnen unter den bekannten Telefonnummern und unter kulturraum@kreis-meissen.de gern zur Verfügung.

    Herzliche Grüße

    Ihr Team der Geschäftsstelle des Kulturraumes

  • Infoportal CORONA des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Humor ist eine trotzige Weise sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen.

    Humor, Gelassenheit, Zuversicht und Durchhaltevermögen werden wir verstärkt in den nächsten Wochen und Monaten brauchen. Der Corona-Virus SARS CoV 2 hält die Welt und unser aller Leben in Spannung und bestimmt maßgeblich politische sowie ganz alltägliche Entscheidungen. 

    Weiterhin weisen wir Sie auf unser mitwachsendes Infoportal CORONA hin.

    Wenn Sie weitere Infos, Ideen oder Nachrichten haben, können Sie uns diese gern mitteilen an pietschmann@soziokultur-sachsen.de

    Wir müssen jetzt und in Zukunft alle zusammenhalten.

    Ihr Team der Geschäftsstelle des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V.

  • 4. Sondernewsletter Corona vom 20.04.2020

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit dem heutigen 4. CORONA-SonderNewsletter möchten wir Ihnen weitere aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus übermitteln:

    1. Freistaat erlässt neue Corona-Schutz-Verordnung

    Das Sächsische Kabinett hat am Freitag mit der Verabschiedung der Corona-Schutz-Verordnung (https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/18661-Saechsische-Corona-Schutz-Verordnung) leicht gelockerte Beschränkungen im öffentlichen Leben zur Vermeidung der Ansteckung mit dem Coronavirus ab Montag, den 20. April 2020, beschlossen. Diese neue Verordnung führt die derzeit geltenden und am 19. April 2020 auslaufenden Corona-Schutz-Verordnung sowie die Allgemeinverfügung „Veranstaltungen“ zusammen.

    Nähere Informationen auch unter:

    https://www.coronavirus.sachsen.de/haeufige-fragen-zu-den-ausgangsbeschraenkungen-und-einschraenkungen-des-oeffentlichen-lebens-5074.html

    https://www.coronavirus.sachsen.de/download/2020-04-15_CoronaSchutzverordnung_Bussgeldkatalog.pdf

    https://www.coronavirus.sachsen.de/newsroom-4155.html

    2. Wiederbesetzung der Geschäftsstelle

    Die Geschäftsstelle wird ab heutigem Tag (20.04.2020) wieder durch eine Mitarbeiterin vor Ort besetzt sein. Unsere Teammitglieder werden sich täglich abwechseln. Der Besucherverkehr in den Räumlichkeiten des Landratsamtes ist dennoch weiterhin eingestellt. Für Ihre Fragen und Anliegen stehen wir Ihnen nunmehr wieder telefonisch von Montag bis Freitag ab 08:15 bis 15:30 Uhr und wie gehabt per E-Mail zur Verfügung. Wir bitten jedoch weiterhin um Verständnis, wenn Anfragen nicht umgehend beantwortet werden können.

    Die Zusammenarbeit und ein enger Kontakt sind uns sehr wichtig und gerade in dieser schwierigen Situation unerlässlich. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir in der nächsten Zeit kurz telefonisch zusammenfinden und wir Ihre individuellen Fragen aufnehmen können. Aus diesem Grund werden wir in den kommenden Tagen persönlich (telefonisch) auf Sie zukommen.

    3. Sachsen bringt zusätzlich rund zehn Millionen Euro für die Kultur auf den Weg

    Die Sächsische Staatsregierung hat in der vergangene Woche kurzfristige Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Überwindung der Folgen der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Für den Kulturbereich sollen zusätzlich rund zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, um die Akteure vor Ort zu unterstützen.

    Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wird ein neues, unbürokratisches Stipendienprogramm auflegen. Es heißt »Denkzeit« und richtet sich an Künstler und Kulturschaffende, damit sie die Zwangspause kreativ nutzen und Ideen für die Zeit danach entwickeln können. »Mit diesem Angebot greifen wir eine Idee der Kulturschaffenden auf, um in der Not zu unterstützen und gleichzeitig die Eigeninitiative für die Zeit nach der Krise zu nutzen.«

    Zudem wollen wir über die Kampagne »So geht sächsisch.« weiteren Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten und so die kulturelle Vielfalt im Internet  ermöglichen. »Auch online erbrachte Leistungen haben einen Wert. Neben Künstlerhonoraren sollen hier auch Ausgaben für Technik unterstützt werden«, so die Ministerin.

    Weiterhin soll es Finanzhilfen für nicht-kommunale Musikschulen sowie freie und private Anbieter von Musikunterricht (Förderung von Ausfallhonoraren und Betriebsmittel) geben.

    Weitere Details übermitteln wir Ihnen, sobald diese bekannt sind.

    4. Erstes Kulturgespräch Sachsen am 15.04.2020

    Am vergangenen Mittwoch fand das erste Kontakt-Gespräch mit der neuen Ministerin und dem neuen Ministerium statt. Geladen waren die Verbände, Kulturräume und kulturpolitischen Sprecher, um sich über die Corona bedingten Probleme auszutauschen.

    Eine wichtige Botschaft seitens der Gäste war, auf die Bereiche aufmerksam zu machen, die durch alle Hilfsprogramme fallen oder ungenügend berücksichtigt werden. Weiterhin wurden zuwendungsrechtliche Erleichterungen sowie eine veränderte (verbesserte) zuwendungsrechtliche Auslegung gefordert. In diesem Zusammenhang wurde um eine sachsenweite Lösungen geworben.

    Das Ministerium hat die Problemanzeigen zur Kenntnis genommen und angekündigt, dass:

    - es eine weitere sächsische Richtlinie explizit für freie Träger und Soloselbständige geben soll, die mit einer derzeitig noch nicht bestimmten Summe untersetzt sein wird,

    - es finanzielle Unterstützung für die Kommunen geben soll. Die Kulturräume warben darum, diese in Teilen explizit für die Kultur(-räume) zu bestimmen, damit die Gelder nicht für andere kommunale Aufgaben verwendet werden können.

    5. Umgang mit Ausfallhonoraren 

    Aktuell wird noch geklärt, ob das Zahlen von vertraglich nicht vereinbarten Ausfallhonoraren zuwendungsrechtlich möglich ist und somit durch die Kulturräume als zuwendungsfähige Ausgabe anerkannt werden kann. Hierzu erwarten die Kulturräume seitens des Freistaates eine einheitliche Vorgabe.

    Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Zahlung von vertraglich nicht vereinbarten Ausfallhonoraren aktuell auf eigenes Risiko erfolgt. Sobald hierzu eine Klärung herbeigeführt wurde, setzen wir Sie umgehend in Kenntnis.

    Bei Fragen stehen wir Ihnen unter den bekannten Telefonnummern und unter kulturaum@kreis-meissen.de gern zur Verfügung.

    Herzliche Grüße

    Ihr Team der Geschäftsstelle des Kulturraumes

  • Covid-19: Staatsregierung wird Beschränkungen im öffentlichen Leben teilweise lockern

    15.04.2020, 21:20 Uhr — Erstveröffentlichung

    Die Beschränkungen im öffentlichen Leben zum Schutz vor einem Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus werden in Sachsen teilweise gelockert. Das Kabinett hat auf seiner heutigen Sitzung leichte Lockerungen beraten, nachdem sich zuvor die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über deren Ausmaß verständigt hatten. Bedingung der Maßnahmen bleibt, dass die Ausbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt wird. Die vereinbarten Lockerungen sollen bundesweit einheitlich gelten. Eine völlige Aufhebung aller Beschränkungen und Schließungen wurde als verfrüht verworfen, damit das Infektionsrisiko nicht wieder ansteigt.

    Die Regelungen werden in einer Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung festgeschrieben. Deren Hauptziel bleibt es, dass alle Bürgerinnen und Bürger länderübergreifend einheitlich so gut wie möglich vor Infektionen geschützt werden. Es gilt immer noch, das Entstehen neuer Infektionsketten bestmöglich zu vermeiden, um Gesundheit und Leben zu schützen sowie das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren. Die bisherigen Maßnahmen haben dazu geführt, die Infektionsgeschwindigkeit zu reduzieren. Um dies zu sichern und die Ausbreitung des Virus zu bremsen sind aber Beschränkungen des öffentlichen Lebens weiterhin erforderlich.

    Deshalb bleiben die Kontaktbeschränkungen mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter aufrechterhalten. Die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen gelten überall und insbesondere dort, wo Kontakte stattfinden. Das Tragen von Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen wird ausdrücklich empfohlen. Gültig bleibt das Verbot von Ansammlungen von Menschen. Auch Veranstaltungen bleiben untersagt. Dies gilt auch für Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sowie die Zusammenkünfte in Vereinen. Betriebsuntersagungen bleiben teilweise bestehen. Auch die Schließung von Hotels und Gastronomie gilt weiter.

    Trotzdem kann in kleinen Schritten mehr Freizügigkeit im öffentlichen Leben ermöglicht werden. Die Ausgangsbeschränkungen werden wegfallen. Menschen benötigen keinen triftigen Grund mehr, um das Haus zu verlassen. Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive, Botanische Gärten können wieder öffnen. Dabei müssen von den Besuchern immer die Abstandsregeln eingehalten werden.

    Weiterhin geöffnet sind Geschäfte für den täglichen Bedarf wie etwa der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Hofläden, mobile Verkaufsstände unter freiem Himmel oder in Markthallen für Lebensmittel, selbsterzeugte Gartenbau- und Baumschulerzeugnisse. Öffnen dürfen auch für die Grundversorgung notwendige Geschäfte wie zum Beispiel Banken, Sparkassen, Geldautomaten, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Buch- und Zeitungsläden, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen, Waschsalons, Baumärkte, Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben, Möbelhäuser, Telekommunikationsanbieter, Tankstellen, Autohäuser, Fahrradläden, Kfz- und Fahrradwerkstätten sowie einschlägige Ersatzteilverkaufsstellen, selbstproduzierende Baumschulen sowie Gartenbaubetriebe, Tierbedarf, der Großhandel. Die Erlaubnis zur Öffnung betrifft Ladengeschäfte des Einzelhandels jeder Art bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter. Abhol- und Bringedienste sowie Paketzustellungen sind erlaubt.

    Bestehen bleiben die dagegen die strengen Besuchsverbote von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen zum Schutz von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

    Wenn das Kabinett der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung zustimmt, wird diese am 20. April 2020 in Kraft treten und gilt zunächst bis 3. Mai 2020.

     

    1. Korrektur

    Änderungen einiger Details: Museen, Gedenkstätten etc. bleiben geschlossen.

    Die Beschränkungen im öffentlichen Leben zum Schutz vor einem Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus werden in Sachsen teilweise gelockert. Das Kabinett hat auf seiner heutigen Sitzung leichte Lockerungen beraten, nachdem sich zuvor die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über deren Ausmaß verständigt hatten. Bedingung der Maßnahmen bleibt, dass die Ausbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt wird. Die vereinbarten Lockerungen sollen bundesweit einheitlich gelten. Eine völlige Aufhebung aller Beschränkungen und Schließungen wurde als verfrüht verworfen, damit das Infektionsrisiko nicht wieder ansteigt.

    Die Regelungen werden in einer Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung festgeschrieben. Deren Hauptziel bleibt es, dass alle Bürgerinnen und Bürger länderübergreifend einheitlich so gut wie möglich vor Infektionen geschützt werden. Es gilt immer noch, das Entstehen neuer Infektionsketten bestmöglich zu vermeiden, um Gesundheit und Leben zu schützen sowie das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren. Die bisherigen Maßnahmen haben dazu geführt, die Infektionsgeschwindigkeit zu reduzieren. Um dies zu sichern und die Ausbreitung des Virus zu bremsen sind aber Beschränkungen des öffentlichen Lebens weiterhin erforderlich.

    Deshalb bleiben die Kontaktbeschränkungen mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter aufrechterhalten. Die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen gelten überall und insbesondere dort, wo Kontakte stattfinden. Das Tragen von Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen wird ausdrücklich empfohlen. Gültig bleibt das Verbot von Ansammlungen von Menschen. Veranstaltungen bleiben untersagt. Auch die Schließung von Hotels und Gastronomie gilt weiter.

    Trotzdem kann in kleinen Schritten mehr Freizügigkeit im öffentlichen Leben ermöglicht werden. Die Ausgangsbeschränkungen werden wegfallen. Menschen benötigen keinen triftigen Grund mehr, um das Haus zu verlassen. Allerdings bleiben beispielsweise Museen, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten weiterhin geschlossen.

    Zusätzlich zu den bisher geöffneten Läden können künftig alle Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern öffnen. Autohäuser, Kfz- und Fahrradhändler sowie Buchhandlungen können unabhängig von der Verkaufsfläche geöffnet werden.
    Abhol- und Bringedienste sowie Paketzustellungen sind auch weiterhin erlaubt.

    Bestehen bleiben die strengen Besuchsverbote von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen zum Schutz von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

    Das Kabinett wird morgen (17. April 2020) die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung beraten und verabschieden.

  • Freistaat unterstützt Vereine und Institutionen in den Bereichen Soziales, Sport, Kultur, Umwelt und Landwirtschaft

    Dresden (7. April 2020) – Kabinett beschließt Schutzschirm im Volumen von rund 55 Millionen Euro

    Von den Folgen der Corona-Pandemie sind im Freistaat zahlreiche Institutionen, Vereine und Verbände betroffen, die für den Zusammenhalt und das gesellschaftliche Leben eine wichtige Rolle spielen.

    Das Kabinett hat am Dienstag daher ein weiteres Maßnahmenpaket insbesondere für die Bereiche Soziales, Kultur und Sport sowie Umwelt und Landwirtschaft beschlossen, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern.

    Es hat ein Volumen von rund 55 Millionen Euro. Der Maßnahmenplan richtet sich vorrangig an Vereine und Privatpersonen, die nicht auf die Unterstützung durch Bundes- oder Landeshilfen sowie kommunaler Träger zurückgreifen können. Mit dem Unterstützungsprogramm sollen noch bestehende Lücken in Sachsen geschlossen werden.

    »Wir wollen mit diesem Schutzschirm erreichen, dass auch Sportvereine und Behindertenwerkstätten durch diese Krise kommen und dass nicht-kommunale Musikschulen oder auch unsere Jugendherbergen und Schullandheime eine Perspektive haben. Es ist wichtig, dass wir zusammenstehen und den Mut nicht verlieren. Darum haben wir uns heute auf kurzfristige Unterstützung in diesen für unsere Gesellschaft wichtigen Bereichen verständigt«, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer.

    Vorgesehen sind kurzfristige Hilfen in Höhe von bis zu 4 Millionen Euro für die Beschäftigten, die normalerweise in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen tätig sind. Die Arbeit in diesen Werkstätten muss derzeit ruhen, die Zahlung von Kurzarbeitergeld ist nicht möglich.

    Auch Sportvereine müssen auf verschiedene Einnahmen wie die Vermietung von Wettkampfflächen oder die Ausrichtung von Wettkämpfen verzichten. Vereine, die durch entstehende Einnahmeverluste in Existenznot geraten, sollen mit Zuschüssen von bis zu 10.000 EUR unterstützt werden. Darüber hinaus werden sächsische Vereine einschließlich des Profisports und Träger von Sport- und Sportleiterschulen unterstützt, die mit wegbrechenden Einnahmen aus Ticketverkauf, Werbeeinnahmen und Lehrgängen konfrontiert sind. Insgesamt belaufen sich die Hilfen für den Sportbereich auf bis zu 20 Millionen Euro.

    Für den Bereich Kunst und Kultur werden insgesamt bis zu 9,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, darunter für Finanzhilfen für nicht-kommunale Musikschulen sowie freie und private Anbieter von Musikunterricht. Für sächsische Kulturschaffende sollen Mikrostipendien eingeführt werden, die digitale Aspekte der Kulturarbeit wie E-Publikationen, digitale Ausstellungen, Musik- und Theateraufführungen oder Lesungen fördern. Im Rahmen unserer Standortkampagne werden die digitalen Kanäle und Plattformen von »So geht sächsisch.« für Künstler und Kreative aus Sachsen zur Verfügung gestellt und weiter ausgebaut.

    Hilfen sind auch für Weiterbildungsträger geplant, die nach dem Wegfall von Kursen um ihre Existenz bangen müssen. Betroffen sind auch die Volkshochschulen. Dafür sind bis zu 6 Millionen Euro eingeplant.

    Kinder- und Jugendübernachtungsstätten sowie Familienbildungsstätten geraten aufgrund von Stornierungen von Maßnahmen der Kinder- und Jugenderholung, Klassenfahrten, Trainings- und Probenlagern sowie Rüstzeiten in Liquiditätsprobleme. Um diese Einrichtungen gegen existenzielle wirtschaftliche Probleme abzusichern, wurden Soforthilfen beschlossen. Dafür sind Zuschüsse von insgesamt 5 Mio. Euro vorgesehen, um eine dauerhafte Schließung zu verhindern und die Einrichtungen zu erhalten.

    Unterstützung erhalten auch die sächsischen Studentenwerke. Die Verpflegungseinrichtungen erhalten Zuschüssen von bis zu 2,3 Millionen Euro, für Mietausfälle in den Studentenheimen sind es bis zu 2,2 Millionen Euro. Ausgeglichen werden sollen zudem Mehrbelastungen der Universitätsklinika. Die bundesweiten Ausgleichzahlungen werden der deutlich höheren Belastung der Kliniken nicht gerecht. Die Kliniken sollen deshalb Ausgleichszahlungen für die Mehrbelastungen von maximal 3,6 Millionen Euro erhalten.

    Vorgesehen sind zudem Hilfen in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro zur Abfederung von Härtefällen bei Institutionen im Umwelt- und Landwirtschaftsbereich, die durch abgesagte Veranstaltungen, Bildungsarbeit oder ausgefallene Frühjahrspflanzungen Einnahmeverluste erleiden.

    Nicht zuletzt sollen auch die Kapazitäten der Frauen- und Männerschutzeinrichtungen erweitert und die Angebote zum Schutz vor häuslicher Gewalt, Gewaltprävention und Antidiskriminierung ausgebaut werden. Dafür stehen bis zu 540.000 Euro zur Verfügung.

    Die jeweils verantwortlichen Ressorts sind damit beauftragt worden, die verschiedenen Maßnahmen zügig umzusetzen. Die für die Maßnahmen erforderlichen Mittel bedürfen noch der Entscheidung des Sächsischen Landtages.

  • Corona-Krise: Sachsen bringt zusätzlich rund zehn Millionen Euro für die Kultur auf den Weg

    Barbara Klepsch: Kulturschaffenden schnell helfen und Eigeninitiative fördern

    Die Sächsische Staatsregierung hat in ihrer heutigen Kabinettssitzung kurzfristige Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Überwindung der Folgen der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Für den Kulturbereich sollen zusätzlich rund zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, um die Akteure vor Ort zu unterstützen.

    »Viele Künstler und Kulturschaffende trifft die Corona-Krise hart. Die intensiven Gespräche mit Akteuren aus dem Kulturbereich in den vergangen Wochen zeigten deutlich, wo schnelle Hilfe nötig ist. Deshalb wollen wir rund zehn Millionen Euro einsetzen. Letztendlich ist jeder Euro dafür da, um die Kulturschaffenden zu unterstützen«, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch heute in Dresden.

    Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wird ein neues, unbürokratisches Stipendienprogramm auflegen. Es heißt »Denkzeit« und richtet sich an Künstler und Kulturschaffende, damit sie die Zwangspause kreativ nutzen und Ideen für die Zeit danach entwickeln können. »Mit diesem Angebot greifen wir eine Idee der Kulturschaffenden auf, um in der Not zu unterstützen und gleichzeitig die Eigeninitiative für die Zeit nach der Krise zu nutzen.«

    Zudem wollen wir über die Kampagne »So geht sächsisch.« weiteren Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten und so die kulturelle Vielfalt im Internet ermöglichen. »Auch online erbrachte Leistungen haben einen Wert. Neben Künstlerhonoraren sollen hier auch Ausgaben für Technik unterstützt werden«, so die Ministerin.

    Um die wichtigen Strukturen der musisch-kulturellen Bildung in der Fläche des Freistaates zu erhalten, bedarf es in einem ersten Schritt insbesondere für die freien Träger eine finanzielle Unterstützung. »Ich sehe die schwierige Situation, in der sich freie Honorarkräfte befinden. Hier wollen wir helfen«, so Klepsch. Parallel dazu arbeitet die Staatsregierung an einem Schutzschirm für Kommunen.

    »Auch den Kulturräumen wollen wir die Zahlung von Ausfallhonoraren ermöglichen. Fördermittel des Freistaates an die Kulturräume müssen nicht zurückgezahlt werden, wenn auf Grund der Corona-Krise Einrichtungen schließen und Veranstaltungen abgesagt werden mussten«, so die Ministerin abschließend.

    Die für die Maßnahmen erforderlichen Mittel bedürfen noch der Entscheidung des Sächsischen Landtages.

  • 3. Sondernewsletter Corona vom 06.04.2020

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in gewohnter Weise möchten wir Sie heute wieder mit aktuellen Informationen versorgen. Weiterhin möchten wir auf die Informationsseiten zum Thema Corona auf unserer Homepage https://www.kulturraum-erleben.de/de_DE/corona-news hinweisen, auf welcher  ebenfalls aktuelle Neuigkeite eingestellt werden.

    1. Eilentscheidung des Kulturkonventes

    Im Zusammenhang mit der Corona-Krise wurden im Hinblick auf den Fördervollzug im Zuwendungsverfahren 2020 besondere Regelungen getroffen, die auf eine punktuelle Aussetzung der bestehenden Förderregularien im Kulturraum Meißen – Sächsische Schweiz – Osterzgebirge abzielen.

    Der Kulturkonvent beschloss angesichts der aktuellen Situation folgende Sonderregelungen für alle Zuwendungsverfahren 2020 mit Eilentscheidung vom 01.04.2020:

    1. Die in § 5 Nr. 1 Abs. 4 der Förderrichtlinie des Kulturraumes vom 09.05.2019 (Förderrichtlinie) geregelte Mindestbeantragungssumme i. H. v. 1.000,00 EUR wird aufgehoben.
    2. Der in § 5 Nr. 3 der Förderrichtlinie des Kulturraumes festgelegte Maximalfördersatz i. H. v. 40% der zuwendungsfähigen Ausgaben wird aufgehoben.
    3. Der in § 5 Nr. 4 der Förderrichtlinie des Kulturraumes festgelegte Eigenanteil im Rahmen von Projektförderungen i. H. v. 5% der zuwendungsfähigen Ausgaben wird aufgehoben.
    4. Das Kultursekretariat wird ermächtigt, sofern es nach Prüfung des Einzelfalls geboten und möglich ist, die für die Gewährung der Zuwendung des Kulturraumes gewählte Finanzierungsart im laufenden Jahr 2020 in Festbetrags- oder Fehlbedarfsfinanzierung zu ändern.
    5. Die Spartenspezifischen Förderschwerpunkte der Sparte Kultur- und Kommunikationszentren werden in der Vorgabe „mindestens 40 Kulturveranstaltungen nach den entsprechenden Genres durchführen zu müssen, wovon 50 v.H. durch kulturelle Eigenveranstaltungen geprägt sein müssen“ aufgehoben.

    Weiterhin werden die vom Sächsischen Staatministerium für Finanzen mit Schreiben vom 24.03.2020 erklärten Anwendungshinweise zum Fördervollzug im Zusammenhang mit Corona – VwV zu §§ 23, 44 SäHO in den laufenden Verfahren 2020 zur Anwendung gebracht (Anlage der Eilentscheidung).

    Es wird ergänzend darauf hingewiesen, dass der Zuwendungsempfänger  die Inanspruchnahme anderer Hilfsangebote von Bund und Land ebenfalls prüfen soll.

    2. Dokumentation Ihrer Einnahmeausfälle

    Bereits mit dem 1. Sondernewsletter hatten wir Sie gebeten, uns eine grobe Einschätzung zu den geschätzten Einnahmeverlusten im Drei-Monatszeitraum zu übermitteln.

    Leider sind noch nicht alle gewünschten Zuarbeiten eingegangen. Es ist für alle Beteiligten schwierig, ein konkretes Zeitfenster für die Zuarbeiten zu benennen. Einerseits wäre es für uns hilfreich Anfragen auf Landesebene als Grundlage für zu treffende Entscheidungen umgehend beantworten zu können, andererseits brauchen Sie sicherlich etwas Zeit um Daten zu übermitteln. Bitte legen Sie deshalb eine Zuarbeit vor, sobald es Ihnen möglich ist. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir den Ministerien gerne zeitnah eine Aussage treffen möchten, damit auf Ihre Notsituation hingewiesen werden kann.

    Das SMWK gab hierzu nochmals einen wichtigen Hinweis: Die prognostizierten Einnahmeverluste einer Einrichtung sind nicht absolut zu betrachten. Den zu erwartenden Ausfällen geplanter erwirtschafteter Einnahmen müssen die Träger entgegenwirken, in dem sie Möglichkeiten von Kosteneinsparungen prüfen und wenn möglich auch umsetzen. Auch die Inanspruchnahme von Leistungen, wie z. B. Kurzarbeitergeld, trägt zur Reduzierung der Kosten bei. Zu ermitteln ist dann das verbleibende Defizit, d.h. die Höhe der zu erwartenden Einnahmeverluste, die nicht durch Kostensenkungen kompensiert werden können.

    Bitte übermitteln Sie uns daher in Kurzform (sofern nicht bereits in der Form erfolgt) folgende Angaben:

    1. zu erwartender  Einnahmeverluste für die bevorstehenden 3 Monate
    2. mögliche Kosteneinsparungen aufgrund Corona (Kurzarbeit, Ausallhonorare, Einsparungen aufgrund Vertragskündigung, etc.)
    3. Planansatz der erwirtschafteten Einnahmen für das gesamte Haushaltsjahr

    3. Sachsen hilft sofort: Soforthilfe-Darlehen auch für sächsische Kreative

    Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft (SMWA) informierte die Kulturräume darüber, dass nunmehr auch Freiberufler und sächsische Kreative, wie bspw. Tanzlehrer, Musiker oder freie Künstler, das Soforthilfe-Darlehen "Sachsen hilft sofort", welches durch die Sächsische Aufbaubank vergeben wird, beantragen können.

    Bitte leiten Sie diese Information an Künstlerinnen und Künstler in Ihrem Bekanntenkreis weiter.

    Alle notwendigen Informationen des Freistaates finden Sie unter den folgenden Links:

    Beantragung Soforthilfe-Darlehen  | https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp

    Corona-Grundsicherung / Bundesagentur für Arbeit  | https://con.arbeitsagentur.de/prod/cmsportal/marketing/corona-grundsicherung/

    Kreatives Sachsen | https://www.kreatives-sachsen.de/2020/03/12/corona-das-muessen-kultur-und-kreativwirtschaftsunternehmen-jetzt-wissen/

    Corona-Virus: Häufig gestellte Fragen und Antworten  | https://www.coronavirus.sachsen.de/index.html

    Bei Fragen stehen wir Ihnen unter kulturaum@kreis-meissen.de gern zur Verfügung.

    Bleiben Sie gesund und geben Sie auf sich Acht!

    Herzliche Grüße

    Ihr Team der Geschäftsstelle des Kulturraumes

  • »Sachsen hilft sofort«: Soforthilfe-Darlehen auch für sächsische Kreative

    Auch Freiberufler und sächsische Kreative, wie beispielsweise Tanzlehrer, Musiker oder freie Künstler, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus kein Einkommen haben und dennoch Ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, stehen finanzielle Hilfen zu. Der Bund hat dafür die Grundsicherung für entsprechend Betroffene geöffnet. Zudem können sie das Soforthilfe-Darlehen des Freistaates in Anspruch nehmen, selbst wenn sie keine Betriebsmittel, Mieten oder ähnliches angeben können.

    »Damit kommen wir der dringenden Bitte aus der Kreativwirtschaft nach, das Programm auch für kreative Freiberufler zu öffnen,« erklärt Wirtschaftsminister Martin Dulig. »Mit dem Sächsischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft KREATIVES SACHSEN haben wir einen starken Partner an der Seite, der Selbstständige und Unternehmen der Branche unterstützt und berät. Der Freistaat wird sich auch über die bestehenden Maßnahmen hinaus beim Bund für weitere Programme und Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft einsetzen.«

    Insbesondere Einzelunternehmer, wie Kreative, können damit jetzt ihr ausbleibendes Unternehmergehalt finanzieren. Dieses ergibt sich aus dem Vorjahresgehalt, vier Zwölftel davon müssen angegeben werden, welche die 5.000 Euro-Grenze überschreiten müssen. Das Darlehen ist für die gesamte Laufzeit von 10 Jahren zinslos und muss drei Jahre lang nicht zurückgezahlt werden. Die bankübliche Bonitätsprüfung entfällt. Anträge können ab sofort bei der Sächsischen Aufbaubank (www.sab.sachsen.de) gestellt werden.

    Im Gegensatz zum Soforthilfe-Darlehen des Freistaates deckt der Soforthilfe-Zuschuss des Bundes den Unternehmerlohn nicht. Dafür hat der Bund im Rahmen seines Sozialpaketes eine vorübergehende Neuausrichtung der Grundsicherung beschlossen. Martin Dulig: »Wer also, aus welchen Gründen auch immer, kein zinsfreies Darlehen aufnehmen möchte, der kann nun auch die Grundsicherung beantragen, ohne dass Vermögen und Wohnungsgröße geprüft werden. Ausgaben für Miete und Heizung werden in den ersten sechs Monaten in tatsächlicher Höhe anerkannt.« Die Bundesagentur für Arbeit stellt dazu online umfassende Informationen bereit.

    ::: Links :::

    Beantragung Soforthilfe-Darlehen | https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp
    Corona-Grundsicherung / Bundesagentur für Arbeit | https://con.arbeitsagentur.de/prod/cmsportal/marketing/corona-grundsicherung/
    Kreatives Sachsen | https://www.kreatives-sachsen.de/2020/03/12/corona-das-muessen-kultur-und-kreativwirtschaftsunternehmen-jetzt-wissen/
    Corona-Virus: Häufig gestellte Fragen und Antworten | https://www.coronavirus.sachsen.de/index.html

  • 2. Sondernewsletter Corona vom 29.03.2020

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    derzeit erreichen uns viele Anfragen von Zuwendungsempfängern zu den Folgen von Absagen/Ausfällen von geförderten Vorhaben. Wir haben großes Verständnis für die berechtigten Sorgen der Projektträger in dieser außergewöhnlichen Situation und werden in jedem Einzelfall angemessene Lösungen finden.

    Zuwendungsempfängern und Projektmitwirkenden/-teilnehmenden sollen grundsätzlich keine schwerwiegenden Nachteile entstehen, soweit diese aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation nicht wie geplant Projektbestandteile durchführen oder an Projekten teilnehmen können.

    Nachfolgend möchten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten aufzeigen:

    Verschiebung der Projektdurchführung

    Eine Verschiebung der Durchführung eines geförderten Projektes oder von Projektbestandteilen auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 ist unproblematisch möglich. Bitte übermitteln Sie uns sobald es Ihnen möglich ist einen aktualisierten Zeitplan und ggf. einen aktualisierten Finanzierungsplan. Sie erhalten anschließend eine Bestätigung des Kulturraumes oder ggf. einen Änderungsbescheid.

    Sofern eine Verschiebung innerhalb des Jahres 2020 nicht möglich ist, kann in begründeten Ausnahmefällen auch eine Projektdurchführung oder ein Nachholen von Projektbestandteilen in den ersten vier bis maximal fünf Monaten des Jahres 2021 genehmigt werden. Auch hierzu benötigen wir eine aktualisierte Projektbeschreibung einschließlich neuem Zeitplan und ggf. einen aktualisierten Finanzierungsplan. Die Zuwendung des Kulturraumes ist spätestens im Dezember 2020 abzurufen. Die Auszahlung kann dabei längstens auf den 30.12.2020 terminiert werden.

    Liquiditätssicherung

    Der Kulturraum wird auch weiterhin Auszahlungen leisten. Dabei wird abweichend von den Festlegungen in Ihren Zuwendungsbescheiden eine Mittelverwendungsfrist von fünf Monaten zugelassen. Bereits beim Kulturraum abgerufene Fördermittel für die Umsetzung nunmehr zeitlich verschobener Projekte müssen nicht zurückgezahlt werden, da die verlängerte Mittelverwendungsfrist auch für alle bereits erfolgten Vorauszahlungen seit dem 1. Januar 2020 gilt. Der Kulturraum wird von der Erhebung von ggf. entstehenden Zinsforderungen aufgrund der Überschreitung der Mittelverwendungsfrist in begründeten Einzelfällen absehen.

    Sofern institutionell geförderte, privatrechtliche Einrichtungen eine frühere Auszahlung der lt. Zuwendungsbescheid bewilligten Raten zur Aufrechterhaltung der Liquidität benötigen, bitten wir um eine entsprechende Information. Hier ist eine frühere Auszahlung unter Beibehaltung der bewilligten Gesamtzuwendung mit einer Verrechnung der späteren Raten möglich.

    Änderung des Förderzwecks

    Sofern Projektbestandteile ausfallen müssen und eine Nachholung im Jahr 2020 oder Anfang 2021 nicht mehr möglich ist, besteht die Möglichkeit, die Zuwendungen für einen anderen, vergleichbaren Förderzweck im laufenden Haushaltsjahr umzuwidmen. In diesen Fällen benötigen wir eine ausführliche Projektbeschreibung des geänderten Vorhabens sowie einen ausgeglichenen Finanzierungsplan. Der Kulturraum wird die Unterlagen prüfen und ggf. die Umsetzung des Projektes in veränderter Form genehmigen.

    Absage des Projektes

    Muss das Projekt endgültig abgesagt werden, kann der Zuwendungszweck nicht mehr erreicht werden. Im Einzelfall können alle nachweislich bereits entstandenen Vorbereitungskosten und Verpflichtungen für das abgesagte Vorhaben als zuwendungsfähige Ausgaben anerkannt und gefördert werden, wenn diese im Vertrauen auf die Durchführung und das Erreichen des Zuwendungszwecks erforderlich waren (u.a. auch Stornierungskosten). Der Kulturraum benötigt hierfür sobald es Ihnen möglich ist eine vollständige Auflistung aller bis zur Projektabsage entstandenen Ausgaben und Einnahmen mit einer Zusicherung der Notwendigkeit der Ausgaben.

    Im Einzelfall hat der Kulturraum auch geplante Fixkosten, wie z.B. Personalkosten oder Mieten, zum Bestandteil der zuwendungsfähigen Ausgaben eines geförderten Projektes erklärt. Sofern diese Fixkosten (im Grunde förderfähig) entstehen, obwohl der Zuwendungszweck vorübergehend nicht erreicht werden kann bzw. das Projekt unterbrochen oder abgesagt werden musste, sind diese förderfähig, soweit sie nicht durch den Zuwendungsempfänger reduziert werden konnten.

    Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass nach der Kenntnis der Absage des Projektes oder von Projektbestandteilen keine neuen Verpflichtungen eingegangen werden dürfen. Diese können nicht als zuwendungsfähige Ausgaben anerkannt werden. Außerdem besteht die Verpflichtung, dass der Zuwendungsempfänger geeignete Anpassungsmaßnahmen trifft, um die Ausgaben aufgrund der Absage möglichst gering zu halten (z.B. Kündigung von Verträgen, Wegfall der Leistungspflicht aufgrund rechtlicher Unmöglichkeit, Beantragung von Kurzarbeitergeld etc.).1

    Weitere Überlegungen des Kulturraumes

    1. Im Zusammenhang mit der Corona-Krise beabsichtigt der Kulturraum im Hinblick auf den Fördervollzug für alle Förderverfahren im Jahr 2020 eine Umstellung der Finanzierungsart auf Festbetragsfinanzierung.
    2. Die Geschäftsstelle prüft aktuell weiterhin eine „Aussetzung“ der Spartenspezifischen Förderschwerpunkte bei zur erreichenden „Mindeststandards“ im Jahr 2020.

    Über den weiteren Verfahrensgang halten wir Sie informiert. Eine entsprechende Beschlussfassung soll in der kommenden Sitzung des Kulturkonventes bzw. zeitnah in einem Umlaufbeschlussverfahren geregelt werden.

    Mitteilungserfordernis im Zuwendungsverfahren

    Wir bitten alle Zuwendungsempfänger im Rahmen ihrer Mitteilungspflicht uns unverzüglich mitzuteilen (per E-Mail ausreichend), SOFERN NICHT BEREITS ERFOLGT, wenn der Verwendungszweck oder sonstige für die Bewilligung der Zuwendung maßgebliche Umstände sich ändern oder wegfallen.

    Darunter fallen u.a.:

    1. inhaltliche Änderungen wie Absagen oder Verschiebungen von beantragten Veranstaltungen oder Schließungen innerhalb der institutionellen Förderung oder Projektförderung
    2. Ermäßigung der zuwendungsfähigen Ausgaben um mehr als 7,5 vom Hundert oder mehr als 10 000 EUR gegenüber dem bewilligten Kosten- und Finanzierungsplan, z.B. durch Kurzarbeit, Kündigung oder Wegfall von Honorarzahlungen, geringe Sachausgaben
    3. erhebliche Verringerung der Eigeneinnahmen (Eintrittserlöse, Verkäufe) und Drittmittel (Sponsoring)
    4. nicht alsbaldige (innerhalb von zwei Monaten nach Auszahlung) Verwendungsmöglichkeit von bereits abgerufenen Raten/Vorschüssen
    5. nachweisliche Existenzbedrohung von geförderten Kultureinrichtungen, die durch Einnahmeausfälle wegen der Corona-Krise verursacht wurde

    Bitte sehen Sie aktuell von der Übermittlung eines geänderten Kosten– und Finanzierungsplanes ab. Sobald sich die Situation entspannt hat und der Kulturraum sich über die konkreten Details der weiteren Verfahrensweisen mit dem Ministerium abgestimmt hat, erhalten Sie von uns entsprechende Informationen.

    Die bewilligten Zuwendungen für das Jahr 2020 werden trotz eingereichter Mitteilung vor der Verwendungsnachweisführung und Prüfung nicht anteilig oder vollständig widerrufen.

    UNTERSTÜTZUNG, SONDERPROGRAMME, SOFORTHILFEN

    Nachfolgend finden Sie weitere Möglichkeiten der Unterstützung seitens des Freistaates Sachsen sowie der Bundesregierung.

    1. Soforthilfe-Darlehen für sächsische Kleinstunternehmen und FreiberuflerInnen – Land Sachsen

    Ab jetzt können sächsische Kleinstunternehmen und Selbständige die Soforthilfe des Freistaats in der Coronakrise "Sachsen hilft sofort" in Anspruch nehmen. Folgend finden Sie die wichtigsten Infos zum Darlehen zusammengefasst.

    https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp

    2. Hilfen für Künstler und Kreative - Bund

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438

    Bei Fragen stehen wir Ihnen unter kulturaum@kreis-meissen.de gern zur Verfügung.

    Bleiben Sie gesund und geben Sie auf sich Acht!

    Herzliche Grüße

    Ihr Team der Geschäftsstelle des Kulturraumes

  • Hilfen für Künstler und Kreative

    Die Bundesreagierung unterstützt Künstler und Kreative

    Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem viele kleine Kultureinrichtungen stehen am finanziellen Abgrund. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Die Bundesregierung hilft mit Unterstützung in Milliardenhöhe und weiteren Förderleistungen.

    Die Bundesregierung unternimmt in dieser Krise alles nur Mögliche, um Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen und die Zukunft der Kultureinrichtungen zu sichern. Bereits beschlossene Hilfsgelder in Milliardenhöhe und weitere Fördermaßnahmen, an denen in den Ministerien unter Hochdruck gearbeitet wird, spannen ein Sicherheitsnetz. Es soll in dieser akuten Notlage diejenigen auffangen, denen infolge der Corona-Epidemie die Einnahmen wegbrechen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters setzt sich intensiv dafür ein, Künstlerinnen und Künstler in der Krise zu helfen.

    Die dafür bereitstehenden Mittel sind wichtige Investitionen in den Erhalt unserer kulturellen Infrastruktur und des kulturellen Lebens in Deutschland. Was davon einmal verloren geht, lässt sich so schnell nicht wieder aufbauen. Kultureinrichtungen und Kulturorte zu erhalten und die Existenz jener zu sichern, die mit Kunst und Kultur ihren Lebensunterhalt verdienen, hat deshalb in den kommenden Wochen und Monaten oberste kulturpolitische Priorität.

    Hier finden Sie einen Überblick über neu aufgelegte und bereits bestehende Hilfsangebote und Fördermaßnahmen, die sich an Unternehmen, Angestellte und Solo-Selbständige auch der Kultur- und Kreativwirtschaft richten: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438

  • #BleibtDaheeme - Aktion des Freistaates Sachsen und "So geht sächsisch"

    »So geht sächsisch.« präsentiert Kunst, Unterhaltung und Information für alle

    Diese aktuelle Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf alle Bereiche des Zusammenlebens. Besonders hart trifft es unter anderem die sächsische Kunst- und Kulturszene. Veranstaltungen mussten abgesagt werden, Termine können nicht stattfinden. Deshalb rufen der Freistaat Sachsen und »So geht sächsisch.« die Aktion #Bleibt-Daheeme ins Leben.

    In verschiedenen Online-Formaten bietet »So geht sächsisch.« seine digitalen Kanäle und die weiterer Partner als Plattformen für Kreative und Künstler aus Sachsen. Hier präsentieren sie Auszüge ihres Schaffens in linearen und Live-Formaten. Vom live Couch-Konzert unterschiedlicher Musiker, über digitale Museumsführungen und Work-outs mit Spitzensportlern, bis hin zum gemütlichen Sofa-Kino.

    Kulturministerin Barbara Klepsch: »Der sächsische Kulturbetrieb geht im digitalen Raum weiter. Wir laden Künstler, Kreative und Kultureinrichtungen im Freistaat dazu ein, sich mit eigenen Inhalten zu melden und somit Teil der Community im Rahmen von #Bleibt-Daheeme zu werden. Unser Land steckt voller kreativer Köpfe mit großartigen Ideen. Wir wollen unsere Künstler direkt in die Wohnzimmer unserer Bürger bringen. Die Sachsen sind Macher und zusammen werden wir auch diese schwere Zeit meistern.«

    Viele Künstler und Kulturschaffende trifft die Corona-Krise hart. Mir ist wichtig, dass diese Akteure wissen, dass wir ihre Probleme sehen und daran arbeiten, die Folgen ab-zumildern. Aktuell gehen von Bund und Freistaat verschiedene Hilfsprogramme an den Start«, so Ministerin Klepsch abschließend.

    Interessierte wenden sich bitte an
    bleibtdaheeme@sk.sachsen.de

    Anstehende Termine:

    •25.03., 10 Uhr | Sofa-Kino: Sächsische Gesichter •25.03., 13 Uhr | Kul-Tour: virtuelle Tour Silberbergwerk Freiberg •25.03., 17 Uhr | Künstlergespräch des MdBK Leipzig •26.03., 13 Uhr | Workout: Sporttipps der DSC Volleyball-Damen •26.03., 19 Uhr | Couch-Konzert: LIVE Singer/Songwriterin RIA aus Leipzig •28.03., 12 Uhr | Kul-Tour: virtuelle Tour Industriemuseum Chemnitz •28.03., 20 Uhr | Couch-Konzert: LIVE Karaoke mit Luis Lametta •29.03., 13 Uhr | LIVE Kinder-Programm mit Clown LuLu

    Weitere Termine kommen ständig hinzu. Mehr Informationen gibt es unter:
    www.so-geht-saechsisch.de/news/sachsen-bleibt-daheeme

    ::: Links :::

    Mehr Informationen zu #Bleibt-Daheeme | https://www.so-geht-saechsisch.de/news/sachsen-bleibt-daheeme/

    Diese Medieninformation online aufrufen: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/235319

  • 1. Sondernewsletter Corona vom 24.03.2020

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in den vergangenen Tagen erreichten uns eine Vielzahl von Anfragen rund um die Auswirkungen der Coronakrise, welche nach aktuellem Status absehbar sind.

    Mit den CORONA-Sondernewslettern möchten wir Sie in den kommenden Wochen unterstützen. Während der Krisenzeit informieren wir Sie über aktuelle Ereignisse, Maßnahmen, Unterstützungsmöglichkeiten sowie weitere Themen rund um Ihre Fragestellungen. Weitere Informationen  finden Sie gebündelt auf unserer Homepage https://www.kulturraum-erleben.de/de_DE/corona-news

    1. Sprechzeiten der Geschäftsstelle

    Seit dem 24.03.2020 befindet sich die Geschäftsstelle des Kulturraumes im Notbetrieb. Da der Besucherverkehr in den Räumlichkeiten des Landratsamtes eingestellt ist, wird die Besetzung der Geschäftsstelle vor Ort nur einmal wöchentlich sichergestellt, um den Postlauf und Auszahlungsangelegenheiten zu gewährleisten. Die telefonische Erreichbarkeit ist aufgrund dessen ebenfalls eingeschränkt. Im Hintergrund arbeiten wir jedoch weiterhin für Sie, so dass die Bearbeitung Ihrer E-Mails gewährleistet ist. Aufgrund dessen bitten wir darum, vorwiegend per E-Mail mit uns Kontakt aufzunehmen . Bitte haben Sie dafür Verständnis.

    2. ZUWENDUNGSRECHT – Welche Rechtsauslegung wird nötig?

    Es ergeben sich in der aktuellen Krise Fragen, wie das Zuwendungsrecht mit Ausfällen oder grundsätzlich weggefallenen Geschäftsgrundlagen, vor allem bei freien Trägern, umgeht. Derzeit gibt es noch keine einheitlichen Lösungen, welche zuwendungsrechtlichen Konsequenzen sich durch Verschiebungen, Absagen etc. ergeben. Aktuell regelt das jedes Förderprogram und jede Zuwendungsbehörde allein. Sowohl die Bundesregierung als auch sächsische Förderebenen haben bereits signalisiert, dass großzügige Auslegungen möglich werden sollen. 

    Wir werden uns dafür einsetzen, hier die normale Auslegung des Rechtsrahmens zu verlassen und alles Ermessen auszunutzen. Eine entsprechende  Anfrage an das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst wurde bereits in der vergangenen Woche gestellt. Sobald uns hierzu Näheres vorliegt, erhalten Sie von uns schnellstmöglich entsprechende Informationen.

    Wenn sich derzeit Projekte nicht in der geplanten Form realisieren lassen, kommen Sie gern auf uns zu und wir versuchen gemeinsam Lösungen zu finden.

    3. Dokumentation Ihrer Einnahmeausfälle

    Das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst erhebt aktuell, welche (existenzgefährdenden) Einnahmeausfälle für die in den Kulturräumen geförderten Zuwendungsempfängern  innerhalb der nächsten drei Monate zu erwarten sind. Diesbezüglich bitten wir Sie, das beigefügte Datenblatt entsprechend auszufüllen und, wenn möglich, bis zum Ende der Woche an den Kulturraum zurückzusenden. Das SMWK hat den Kulturräumen die Möglichkeit eingeräumt, jeweils bis Freitag, 11 Uhr eine kurze Info zu aktuellen Problemen in ihrem Verantwortungsbereich zu übermitteln. Mit dem Datenblatt unterstützen Sie uns gegenüber dem SMWK ein Bild der aktuellen Lage zu zeichnen.

    4. UNTERSTÜTZUNG, SONDERPROGRAMME, SOFORTHILFEN

    In dieser Rubrik sammeln wir konkrete Hilfen, die jetzt für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen relevant werden. Noch existieren vor allem wichtige Willensbekundungen. Auch die Politik braucht Zeit, die konkrete Ausreichung von Mitteln zu planen und durchzusetzen. Die Dinge ändern sich täglich. Konkrete Sofortprogramme werden kommen. Auch hier bitten wir um Mitwirkung! Danke!

    4.1 Sachsen: Sonderprogramm für Kleinstunternehmen

    Ein Sonderprogramm für kleine Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 5 Beschäftigten, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit Umsatzrückgängen konfrontiert sind und dadurch unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, sollen schnelle Unterstützung erhalten. Die Beantragung und Ausreichung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank. Dabei handelt es sich um ein zinsloses, nachrangiges Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 €, in Ausnahmefällen bis zu 100.000 €, mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren, welches für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt wird. Sollten Bund oder die EU während der Laufzeit des Programms ein Förderprogramm mit ähnlicher Zielrichtung für die Zielgruppe auflegen, muss dieses Programm vorrangig in Anspruch genommen werden. Weitere Informationen:  https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp

    4.2 Sofortmaßnahmen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Abfederung der Belastungen durch COVID-19

    Sicherheit für verausgabte Fördermittel

    Bei einem vorzeitigen Abbruch von geförderten Kulturprojekten und Veranstaltungen aufgrund des neuartigen Coronavirus/COVID-19 ist es im Rahmen einer Einzelfallprüfung nach dem öffentlichen Haushalts- und Zuwendungsrecht möglich, von Rückforderungen für bereits zur Projektdurchführung verausgabter Fördermittel abzusehen. Fördermittel, die infolge ausgefallener Veranstaltungen vom Zuwendungsempfänger aufgrund ersparter Ausgaben nicht benötigt werden, sind grundsätzlich zurückzuerstatten.

    In Anwendung des geltenden Rechts kann damit sichergestellt werden, dass den begründeten Belangen der Zuwendungsempfänger in der gegenwärtigen Ausnahmesituation Rechnung getragen und es nicht zu unbilligen Härten für diese kommen wird.

    Schärfung bestehender Programme

    Es werden bestehende Förderprogramme der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien konsequent so geschärft, dass die Maßnahmen sowohl Kultureinrichtungen als auch insbesondere in Not geratenen Künstlerinnen und Künstlern und anderen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätigen Freiberuflerinnen und Freiberuflern zugutekommen.

    Einsatz zusätzlicher Mittel

    Wir setzen uns über den bestehenden Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien hinaus dafür ein, zusätzliche Mittel für Kultur und Medien als Nothilfe zur Verfügung zu stellen, um die bereits entstandenen und noch entstehenden Belastungen zu mindern.

    Weitere Informationen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/bundesregierung-startet-hilfsmassnahmen-wegen-coronavirus-kulturstaatsministerin-gruetters-kultur-und-kreativwirtschaft-muessen-massiv-unterstuetzt-werden--1730406

    5. Infoportal Corona in Sachsen

    Hier finden sich alle für Sachsen relevanten Informationen, von Handlungsempfehlungen beim Auftreten einer Coronavirus-Infektionen bis zur aktuellen Lage in Sachsen, wichtige Kontakte und Erlassen der Regierung. https://www.coronavirus.sachsen.de/

    6. Weiterführende Informationen rund um das Thema seitens der Landesverbände:

    https://www.lbk-sachsen.de/files/downloads/newsletter/pdf/LBK%20-%20Sonder-Newsletter%20Corona-Krise.pdf

    https://soziokultur-sachsen.de/lvs-infoportal-corona

    Sehr gern können Sie uns auch ihre Infos, Ideen und Hinweise senden und wir bereiten sie für die Allgemeinheit auf. Wenden sie sich dazu bitte an kulturraum@kreis-meissen.de.

    Bleiben Sie gesund und geben Sie auf sich Acht!

    Herzliche Grüße

    Ihr Team der Geschäftsstelle des Kulturraumes

  • CORONA - Infoportal der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Situation ist beispiellos, das öffentliche und private Leben eingeschränkt, soziale Kontakte sollen reduziert werden, Toilettenpapier scheint die neue Währung und wir beobachten Menschen zwischen Panik und ungeahnter Lust an der neuen Entschleunigung.

    Am Ende ist es vielleicht weniger der Virus selbst als unser Umgang damit, den wir im Rückblick hoffentlich als positiven Lackmustest unserer Gesellschaft begreifen können. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind groß aber notwendig, die wirtschaftlichen Verluste werden für uns alle spürbar werden und der gesamtgesellschaftliche Schaden ist heute noch gar nicht zu bemessen.

    Aber in jeder Krise stecken auch Chancen. Solidarität und Verantwortung sind die Zeichen der Zeit. Es ist eine Herausforderung für unsere Zivilisation, unser demokratisches System und unsere ganze Gesellschaft.  Jan Ross titelte in Die Zeit „Virus der Vernunft“ und schrieb „Populismus ist ein Luxus, den man sich leisten können muss.“ Diesen Luxus haben wir offenbar nicht mehr und es muss uns nicht schlecht stehen. Mit Dankbarkeit und Wertschätzung blicken wir jetzt auf systemrelevante Berufe, von Pflegekräften, TankstellenbetreiberInnen, KassiererInnen, ÄrztInnen oder PolizistInnen bis ErntehelferInnen. Wenn sich dadurch auch Wertigkeiten in der Gesellschaft verschieben ist das notwendig und richtig. Als Gesellschaft können wir an Krisen wachsen. Jede/r Einzelne und alle zusammen. 

    • Wir danken allen, die unsere gesamte Versorgung aufrechterhalten, die uneigennützig Hilfsnetzwerke gründen, die das WIR vor das eigene ICH stellen und alle Sicherheits-maßnahmen einhalten. 
    • Wir nehmen Anteil und kümmern uns um all die Menschen, die allein sind, Ängste haben, versorgt werden müssen oder schlicht überfordert sind von der Situation. 
    • Wir denken auch an den kleinen Laden um die Ecke, die Reinigungsfirma, die Kneipe im Kiez, MinijobberInnen und GeringverdienerInnen in Kurzarbeit, deren Existenzen jetzt alle gefährdet sind. 
    • Wir solidarisieren uns mit den vielen nun prekär lebenden freischaffenden KünstlerInnen, MedienmacherInnen oder Kultureinrichtungen, deren Kraft als Narrativgeber auch weiterhin gefragt ist, vielleicht sogar noch wichtiger wird. 
    • Wir nehmen Rücksicht auf die vielen Familien mit Kindern, die neben Home-Office noch die Aufgaben der Erzieher und Lehrer übernehmen und Struktur in außergewöhnlichen Zeiten aufrechterhalten müssen.

    Und wir tun dies alles gern, um die Menschen zu schützen, die älter und kränker sind, gefährdeter und anfälliger – unsere Eltern und Großeltern, Nachbarn und Freunde, Tanten und Onkel - es geht jetzt und in Zukunft um ein menschenwürdiges (Über)Leben – aller Menschen – egal ob jung oder alt!

    Wir halten zusammen, unterstützen uns gegenseitig und wir handeln vernünftig! Es geht jetzt um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Zivilität. Dieser Aufgabe nehmen auch wir uns an,

    Ihr Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.

    ALLE NEWS DES LANDESVERBANDES SOZIOKULTUR SACHSEN e.V. FINDEN SIE UNTER https://soziokultur-sachsen.de/infoportal-corona

  • Allgemeinverfügung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zum Coronavirus

    Information über die Allgemeinverfügung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über das Verbot von nicht unter freiem Himmel stattfindenden Veranstaltungen anlässlich der Eindämmung des Coronavirus.

    Allgemeinverfügung

    Infoblatt

  • Information des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zum Coronavirus

    Information über die Allgemeinverfügung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über die Meldepflicht von Veranstaltungen und Menschenansammlungen anlässlich der Eindämmung des Coronavirus.

    Die Allgemeinverfügung finden Sie hier.

  • Corona - Sachsens Kultur- und Tourismusministerin einigt sich mit Einrichtungen zum weiteren Vorgehen

    Sachsens Kultur- und Tourismusministerin einigt sich mit Einrichtungen zum weiteren Vorgehen

    Barbara Klepsch im engen Austausch mit Kultureinrichtungen

    Schreiben der Ministerin hier.

    Ergänzung bei Punkt 1: Gastspiele

    Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch hat sich mit Vertretern der Kultureinrichtungen in Trägerschaft des Freistaates Sachsen aus ihrem Geschäftsbereich getroffen. Sie haben zum weiteren Vorgehen gemeinsam Folgendes entschieden. 

    1. Der Staatsbetrieb Sächsische Staatstheater stellt den Spielbetrieb bis zum 19.04.2020 ein (Ende der Osterferien). Dies betrifft alle Spielstätten des Staatsbetriebes (Staatsoper Dresden und Staatsschauspiel Dresden) und alle Veranstaltungen in den Spielstätten (auch Einmietungen, Gastspiele und den Führungsbetrieb).
       
    2. Die Museen bleiben derzeit grundsätzlich geöffnet.
       
    3. Die Museen ergreifen für den laufenden Betrieb besondere Hygienemaßnahmen (wie z. B. besondere Desinfektion, erhöhte Reinigungszyklen). Besonders Situationen, die zu einem erhöhten Personenaufkommen führen können, wie zum Beispiel beim Einlass, werden Sicherheitsabstände vergrößert. Dazu werden Hinweisschilder für Besucher aufgestellt und das Personal nochmals sensibilisiert.
       
    4. Die Museen sagen alle Veranstaltungen bis zum 19.04.2020 ab. Davon ausgenommen sind museumspädagogische Angebote, die im Rahmen der normalen Klassenstärke stattfinden. Davon ausgenommen sind außerdem Pressekonferenzen.

    Diese Entscheidung wurde gemeinsam auf der Grundlage des Erlasses des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 12.03.2020 getroffen.

    »Das Gebot der Stunde ist es, die schnelle Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Gemeinsam mit den Spitzen der Kultureinrichtungen aus meinem Geschäftsbereich haben wir uns deshalb auf diese Maßnahmen geeinigt. Die Lage ist weiterhin dynamisch und sollte sich die Situation weiter verschärfen, werden wir angemessen reagieren. Ich danke den Verantwortlichen für den schnellen Austausch und die besonnene Reaktion", betonte Klepsch abschließend.

    Diese Medieninformation online aufrufen: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/234886 

    Rückfragen an Pressesprecher Jörg Förster: mailto:presse.kt@smwk.sachsen.de