Die sächsischen Weinstraße, das Elbsandsteingebirge, die Kammlagen des Osterzgebirges, an den Ufern der Großen Röder, im Tal des einstigen Silberbergbaus – hier öffnen sich die Seiten eines Kulturraumes, der prall gefüllt ist nicht nur mit Natur, sondern ebenso mit Kunst und Kultur. Die Geschichte der Sachsen wird begleitet von einem hohen Bildungsanspruch, für den Wissenschaft, Malerei, Musik, Literatur, Architektur zahlreiche Beweise liefern. Dafür stehen auch Namen wie Lessing, Bach, Wagner, Weber, Canaletto, Querner, Grundig, Kästner. Die Reihe berühmter Sachsen ließe sich mühelos fortsetzen.

Das Land zwischen Meißen – immerhin die Wiege der Sachsen – und dem Nachbarlandkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gehört zu den ältesten Kulturregionen Deutschlands. Wir können auf eine jahrhundertlange Tradition zurückschauen, die uns bis in die Gegenwart führt. Darum war das Kulturraumgesetz, das die Förderung von Kunst und Kultur in den verschiedenen Regionen des Freistaates regelt, im Jahr 1994 eine der wichtigsten Entscheidungen nach der deutschen Wiedervereinigung, die kulturellen Traditionen zu bewahren, zu entwickeln und Raum für neue Ideen wie Projekte zu ermöglichen. Das ist aus meiner Sicht hervorragend gelungen. Das materielle Kulturerbe ist seit Gründung des Freistaates Sachsen aufwendig saniert und restauriert worden.

Bei einer Reise durch die Region sind Schlösser wie Weesenstein oder Nossen, Burgen wie in Meißen, Museen wie in Dippoldiswalde oder Großenhain, Lustadressen des sächsischen Adels wie in Moritzburg oder Großsedlitz wahre Besuchermagneten von höchster Qualität. Ebenso sind unsere Musik,  die bildende Kunst oder die Literatur europaweit bekannt. Auch diese diplomatische Funktion von sächsischer Kunst und Kultur ist ein Ergebnis der Kulturraumförderung. Im Jahr 2008 wurde der aktuelle Zweckverband Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz- Osterzgebirge als Nachfolger der ersten Kulturraumgeneration gegründet. Seither sind die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auch kulturell noch enger zusammengerückt. Wesentliche Aufgabe des Kulturraumes ist die Förderung regional bedeutsamer kultureller Adressen und Projekte.

Damit wird das kommunale Kulturmanagement bei der Finanzierung und Koordinierung unterstützt. Den Theater- oder Konzertbesucher wird dieser Interessenausgleich nur wenig interessieren. Dennoch sind Qualität wie Vielfalt, ebenso vernünftige Kartenpreise Ergebnisse der Förderung. Weitere Informationen zum Kulturraum, seiner Gremienarbeit, zu den geförderten Adressen wie Projekten bieten die nachfolgenden Seiten.

 

Arndt Steinbach

Vorsitzender des Kulturkonvent und Landrat des Landkreises Meißen