Die Sächsische Staatsregierung hat bisher die Bewerbungen der Städte Chemnitz, Dresden und Zittau um den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025 gleichberechtigt gefördert. In den Jahren 2018 und 2019 wurden die Bewerberstädte mit je 100.000 Euro unterstützt und konnten sich in Brüssel vor Kommissionsmitgliedern präsentieren. Zudem trafen sich die Akteure der Bewerbungsbüros mit Vertretern bisheriger Europäischer Kulturhauptstädte zu einer Fachtagung im SMWK. 2020 kommen für die auf der short list befindlichen Bewerberstädte abermals 600.000 Euro staatlicher Förderung hinzu. Im Falle der Ernennung einer der drei sächsischen Bewerberstädte zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 kann laut einem Kabinettsbeschluss von 2019 diese mit einem Landeszuschuss von bis zu 20 Millionen Euro planen.

Neben den drei sächsischen Städten haben sich Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg beworben. Am 12. Dezember wird eine internationale Jury verkünden, welche Städte in die zweite Runde des Bewerbungsprozesses auf die sogenannte short list kommen. Die Kandidaten haben bis Juli 2020 Zeit, ihre Bewerbungsunterlagen zu überarbeiten. Im September/Oktober 2020 entscheidet die Expertenjury und gibt die deutsche »Kulturhauptstadt Europas 2025« bekannt. Im Jahr 2025 wird nach West-Berlin (1988), Weimar (1999) und Essen (RUHR.2010) zum vierten Mal eine deutsche Stadt den Titel tragen. Neben Deutschland wird auch Slowenien im Jahr 2025 eine Kulturhauptstadt stellen.

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Auswahlverfahren für die deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025