In diesem Juni und Juli wird die international agierende Künstlerin Gaby Taplick das kulturelle Leben im Kunstverein bestimmen und bereichern. Während der Galerieraum für die Zeit der Residenz zum Arbeitsraum wird – über die großen Schaufenster dem Flaneur direkten Einblick in die Arbeitsprozesse erlaubt und geneigte Besucher*innen zum direkten Austausch mit der Künstlerin einlädt –, zeigt die anschließende Ausstellung das Ergebnis, welches als Reflexionsraum zur Vermittlung der künstlerischen Arbeit dient. 

Der Arbeits- und Ausstellungsraum bleibt aktuell vorerst geschlossen. Sobald es wieder möglich ist, wird es wöchentlich einmal die Möglichkeit geben, mit der Künstlerin direkt ins Gespräch zu kommen.

Bis dahin ist der Arbeitsprozess über die großen Schaufenster gut einsehbar. Wir informieren Sie, sobald wir wieder regulär öffnen können. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, 

Maren Marzilger, Kuratorische Begleitung
und Matthias Lehmann, Vorstandsvorsitzender des Kunstverein Meißen 

Die Künstlerin Gaby Taplick geht mit einem ganzen Fragenkatalog an ihren Arbeitsprozess: Wie leben wir? Was brauchen wir? Was nehmen wir wahr? Was prägt uns? Was grenzen wir aus? Was können wir bewegen? Was bedeutet Gesellschaft? Wo ist Kindheit? Wie stellen wir uns Zukunft vor? – Fragen, die die Künstlerin leiten, ihr installatives Handeln bedingen und häufig in raumbezogenen, manchmal integrativen, oft temporären Arbeiten enden.

Haptisch erfassbar entstehen Höhlen, Verstecke, Objekte, die in die Vergangenheit reisen, Erinnerungen wachrufen, Vergängliches in sich tragen oder vielleicht Neues entstehen lassen. Dabei bewegt sich Gaby Taplick mit Blick auf ein geplantes Vorhaben zwischen gezieltem Suchen und dem Drang, einzelnen ihr begegnenden Dingen einen Platz in einem von ihr geschaffenen Fundus einzuräumen, um aus ihnen heraus etwas neu Geformtes entstehen zu lassen. 

Im Kunstverein Meißen wird die Künstlerin speziell Bezug zum Kreuzgewölbe des Raumes herstellen. Die Konstruktion des an der Decke existierenden Gewölbes wird gespiegelt, gedreht, verzerrt an Wand und Boden raumgreifend gebaut. Aus alten ausrangierten gesammelten Schrankwänden entsteht eine begehbare Landschaft. Besucher*innen haben die Möglichkeit die Installation sowohl von außen zu sehen als auch im Inneren haptisch zu erfahren.

DURCHDRINGUNG 
Gaby Taplick - Stipendiat*innenausstellung 2021
29. Mai bis 3. Juli
Kuratorische Begleitung Maren Marzilger, Kunsthistorikerin

Eröffnung am Samstag, 29. Mai 17 Uhr (unter Vorbehalt)
mit Einführung in das Werk der Stipendiatin 

Finissage am Samstag, 3. Juli 17 Uhr (unter Vorbehalt)
mit Katalogpräsentation und Künstlerinnengespräch